Aktuelles
Donnerstag, 04.12.2025, 18:00-20:00 Uhr, Einlass ab 17:30Uhr, Frauenkultur Leipzig, Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Podcastrelease von „Unüberhörbar“
In einem Werkstattgespräch stellen Ida Karste (Historikerin), Thyra Veyder-Malberg (Journalistin) und Esther Jonas-Märtin (Rabbinerin und Historikerin) den neuen Podcast „Unüberhörbar – Jüdische Frauen in der ersten Frauenbewegung“ vor. Der Podcast macht die Lebensgeschichten und Stimmen jüdischer Frauen aus Leipzig hörbar, die sich im 19. und 20. Jahrhundert in der ersten Frauenbewegung engagierten. Erarbeitet wurde der Podcast 2025 in einem Projekt der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.. Das Gespräch über die Entstehung, die Inhalte und die Hintergründe von „Unüberhörbar“ wird durch die Vorständin Franziska Deutschmann moderiert. Die erste Stunde der Veranstaltung wird live im Radio Blau übertragen. Im Anschluss besteht vor Ort die Möglichkeit, gemeinsam an der Bar anzustoßen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen.
Sonntag, 09.11.2025, 14:00 Uhr, Liviastraße 5 Leipzig
Gedenkaktion "Mahnwache und Stolpersteine Putzen"
Am Sonntag, den 9. November 2025, jährt sich die Reichspogromnacht von 1938 zum 87. Mal. Aus diesem Anlass ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. bereits zum 18. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf.
Auch wir als Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. beteiligen uns dieses Jahr an der Gedenkaktion.
Wir möchten uns am 9. November 2025 14Uhr versammeln, um gemeinsam Chaja Klara Fried in der Liviastraße 5 gedenken.
Chaja Klara Fried (10.4.1863-5.2.1943) und ihr Mann Jakob Fried waren Eltern von fünf Kindern. Die Eheleute zogen 1919 gemeinsam nach Leipzig. Jedoch verwitwete Chaja Klara Fried im Jahr 1932 noch vor Machtantritt der Nationalsozialisten. 1939/40 wurde sie dann in das „Judenhaus“ in der Färberstraße 11 gezwungen, separiert von der nichtjüdischen Bevölkerung. Dort befand sich noch zuvor das jüdische Ariowitsch-Heim und bis 1939 die Beth-Jehuda-Synagoge.
Am 19. September 1942 wurde sie dann in das Ghetto Theresienstadt deportiert.
Aufgrund katastrophaler hygienischer Bedingungen, Hunger und fehlender medizinischer Versorgung starb Chaja Klara Fried in diesem Ghetto am 5. Februar 1943 im Alter von 79 Jahren.
Drei ihrer Kinder gingen in der Zeit des Nationalsozialismus in die Emigration. Weitere zwei wurden von den Nazis ermordet.
Die Tochter Fanny Feige Kalb, geborene Fried, (geboren am 30.01.1895 in Brzezany, Österreich Polen) wurde am 26.03.1941 nach Ravensbrück deportiert. Sie starb am 01.04.1942 im Konzentrationslager Ravensbrück.
Am 21.01.1942 verschleppten die Nazis Sohn Moses Fried zusammen mit seiner Ehefrau nach Riga. Dort ist das Ehepaar ermordet worden.
Lasst uns der Ermordeten gedenken und die Erinnerung an die Shoa wach halten.
Mittwoch, 05.11.2025, 18.00 - 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek Leipzig, Saal "Huldreich Groß", 4. OG
„... ein gewaltiger Fortschritt der Frauenarbeit" (Josephine Siebe).
Das Haus der Frau auf der Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914.
Vortrag und Bildpräsentation: Sabine Knopf (Leipzig)
Begrüßung: Gerlinde Kämmerer (LOPG e.V.)
Vom ersten Frauenpavillon der Weltausstellung in Wien 1873 und anderen Vorbildern schlägt der Vortrag den Bogen bis zur Bugra 1914 in Leipzig.
Vorgestellt werden die Architektin des Hauses der Frau Emilie Winkelmann und die Innenarchitektin Fia Wille, Mitwirkende aus dem In- und Ausland, der Leipziger Frauenclub sowie prominente beteiligte Frauen, außerdem Abteilungen des Hauses der Frau, die Themen und einige Ausstellungsobjekte.
Eine Abendunterhaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Leipziger Stadtbibliothek.
Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 30.10.2025, 18 Uhr, Louise-Otto-Peters-Archiv, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Fünfter Stammtisch der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
wir möchten Sie hiermit zu unserem fünften Stammtisch am 30.10.2025, schon eine Stunde früher als üblich, um 18 Uhr, einladen.
Nachdem wir unseren letzten Stammtisch bei bestem Wetter im Garten verbringen durften, geht es jetzt im Herbst wieder zurück in unsere Räume im Louise-Otto-Peters-Archiv (LOPA).
Passend zu Halloween am nächsten Tag fragen wir uns: Was gruselt uns an Halloween 2025?
Unsere Antwort: der globale antifeministische Backlash.
In den USA geht der Präsident gezielt gegen Programme für Gleichstellung vor. In den Social Media konkurrieren TradWives mit CleanGirls um die Aufmerksamkeit von jungen Mädchen, während Andrew Tate und Jordan Peterson eine misogyne Männlichkeit propagieren. In Sachsen konnten wir dieses Jahr wieder beobachten, wie Rechte gegen CSDs mobilisierten.
Aber was können wir tun? Um auf diese Frage zu antworten, wollen wir mit euch gemeinsam in die Vergangenheit schauen:
Vor 160 Jahren gründeten in Leipzig Frauen einen Verein, der zu einer Massenorganisation der Frauenbewegung werden sollte – und das in einer Zeit, die strukturell und rechtlich Frauen entwertete. Passend dazu wollen wir uns mit Ihnen/euch unseren neuen Kurzfilm „Frauenkonferenz 1865“ anschauen.
Wir treffen uns im Haus des Buches, 1. OG, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, im Archiv der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
Um 18 Uhr werden wir alle unten im Foyer des Haus des Buches abholen und gemeinsam hoch ins Archiv gehen. Wenn Sie/Ihr erst später kommen können/könnt, einfach anrufen: 0341 58 15 15 22.
Packen Sie/packt euch etwas Bargeld für die Kasse des Vertrauens ein, um eine kühle Erfrischung (alkoholisch/alkoholfrei) zu kaufen.
Bitte melden Sie sich und meldet euch unbedingt bei Lennard Schaumburg unter lennard.schaumburg@louiseottopeters-gesellschaft.de an, damit wir mit unseren räumlichen Ressourcen planen können.
Wir hoffen, Sie haben einen schönen Herbstanfang, wir freuen uns auf den 30. Oktober.
Dienstag, 28.10.2025, 19 Uhr, Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig
Louise Otto-Peters und Henriette Goldschmidt – zwei Frauen im 19. Jahrhundert
Eine Abendunterhaltung als moderiertes Gespräch mit Franziska Deutschmann, Ida Karste & Nane Pleger
Louise Otto-Peters und Henriette Goldschmidt gehören zu den herausragenden Kämpferinnen der deutschen Frauenbewegung – und beide wirkten maßgeblich in Leipzig. Franziska Deutschmann und Ida Karste, Historikerinnen und Mitglieder der Louise-Otto-Peters- Gesellschaft e.V., werden in einem von Nane Pleger, Literaturwissenschaftlerin und ebenfalls Mitglied, moderierten Gespräch vom Leben der beiden Frauen, ihrem Engagement für Bildung, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit sowie ihrer Freundschaft berichten. Gemeinsam mit anderen Frauen waren sie über Jahre im Vorstand des 1865 gegründeten Allgemeinen Deutschen Frauenvereins aktiv, der den Beginn der organisierten deutschen Frauenbewegung markiert. Während Henriette Goldschmidt vor allem in der Frauenbildung aktiv war, schrieb Louise Otto-Peters Artikel, Romane und Gedichte, um von der Notwendigkeit der Frauenbildung und der demokratischen Rechte für Frauen zu erzählen. Gemeinsam kämpften sie gegen die gesellschaftlichen Einschränkungen ihrer Zeit und legten den Grundstein für das, was wir heute als Gleichstellung begreifen. Die Abendunterhaltung wird Einblicke in ihr Wirken, ihre Ideen – und ihre Spuren in Leipzig geben.
Veranstalter: Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V., AG jüdisches Leben, Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V.
Eintritt frei (Salon). Um Spenden wird gebeten.
Samstag, 25.10.2025, 11:00–13:00 Uhr, Eingangstor GRASSI Museen
„Henriette Goldschmidt, Fröbelpädagogin und Frauenrechtlerin, zum 200. Geburtstag“
Feministischer Stadtspaziergang mit Gerlinde Kämmerer, Kulturwiss./Gästeführerin (IHK), bis zum Schiller-Denkmal (Nähe Schillerstraße).
Leipzig wurde im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Frauen- und Mädchenbildung. Henriette Goldschmidt, geb. Benas (1825-1920), Rabbiner-Gattin, Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, Fröbel-Pädagogin, Publizistin und Begründerin des Vereins für Familien- und Volkserziehung, verwirklichte 1911 als 86-Jährige hier ihren Lebenstraum: die Eröffnung der "Hochschule für Frauen".
Gebühr: 6,00/4,00 €. Anmeldungen an info@lopleipzig oder 01735652150,
Die Einnahmen kommen der LOPG zugute.
Ein Angebot der LOPG, gefördert vom Kulturamt Leipzig und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Samstag, 18.10.2025, 11:00–13:00 Uhr, Eingangstor GRASSI Museen
„Alle für Eine und Eine für Alle!“ Auf den Spuren der Begründerinnen: 160 Jahre ADF
Feministischer Stadtrundgang mit Gerlinde Kämmerer, Kulturwiss./Gästeführerin (IHK), bis zum Nikolaikirchhof.
1865 gehörten Louise Otto-Peters, Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt zu den Initiatorinnen des Leipziger Frauenbildungsvereins und des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF). Die Gedenktafel der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V., 2015 zum 150. Gründungstag des ADF in der Ritterstraße 12 eingeweiht, wird nun zum 160. Jahrestag durch einen kleinen Film ergänzt, der über den QR-Code auf dem Flyer abrufbar ist.
Gebühr: 6,00/4,00 €. Anmeldungen an info@lopleipzig oder 01735652150.
Die Einnahmen kommen der LOPG zugute.
Ein Angebot der LOPG, gefördert vom Kulturamt Leipzig und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Donnerstag, 09.10.2025, 14.30–16 Uhr, Freifläche vor dem Schulmuseum bis zur „Runden Ecke“, Goerdelerring 20 bis Dittrichring 24
Auf uns kommt es an. Damals wie heute.
Aktionsnachmittag zu 36 Jahre "9.Oktober 1989"
Open-Air-Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, Quiz „Alltägliches aus ’89“, Bewegungs-Parcours für Kinder, Familien-Mitmal-Poster, Informationsstände der beteiligten Institutionen. Soundtrack von Musikerinnen & Musikern der DDR.
Gemeinsame Aktion zu 36 Jahre Friedliche Revolution des Arbeitskreises „Forum für Freiheit und Bürgerrechte“ mit: Bürgerkomitee Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“; Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig; Offenes feministisches DemokratieArchiv mit Frauenkultur e.V. & Louise-Otto-Peters-Gesellschaft Leipzig e.V.; Schulmuseum Leipzig; Stiftung Friedliche Revolution
Samstag, 20.09.2025 14:00-17:00 Uhr, Schillerhaus Leipzig, Menckestraße 42, 04155 Leipzig
Herzliche Einladung zum Sommerausklang
Wir möchten Sie mit Freude am Samstag, den 20. September, in den Garten des Schillerhauses von 14 bis 17 Uhr einladen. Wir bekommen um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung, in der sich auch Robert Blum gewidmet wird. Danach können wir gemeinsam bei Kaffee & Kuchen im Garten ins Gespräch kommen und Gedichten von Louise Otto-Peters lauschen. Vielleicht kennen Sie ja auch ein Gedicht, das dringend 2025 gehört werden sollte oder haben ein Lieblingsgedicht von ihr? Dann bringen Sie dieses gerne mit! Lassen Sie uns Louise Otto-Peters an diesen historischen Ort bringen.
Wann: 20.09.2025, 14-17 Uhr, 14 bis ca. 14:40 Uhr Führung durch das Schillerhaus
Wo: Schillerhaus Leipzig, Menckestraße 42, 04155 Leipzig
Was brauchen Sie: Ihr Gedicht von Louise Otto-Peters, 3-8€, damit Räumlichkeiten, Führung und Kaffee finanziert werden können - und wir freuen uns über fleißige Kuchenbäcker*innen für die kulinarische Versorgung.
Anmeldung bis zum 16.09.25: mit der Info, ob Sie etwas für unser Kuchenbuffet mitbringen können, unter info@lopleipzig.de
Dienstag, 16.09.2025, 16:30 – 20:00 Uhr, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus
Frauenbewegung in Leipzig und die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins vor 160 Jahren
Führung im Stadtgeschichtlichen Museum und anschließende Abendunterhaltung mit Festvortrag von Prof. Dr. Susanne Schötz
Am 18. Oktober 1865 wurde in Leipzig auf der ersten gesamtdeutschen Frauenkonferenz, einberufen vom Leipziger Frauenbildungsverein, der Allgemeine Deutsche Frauenverein gegründet. Damit nahm die organisierte Frauenbewegung Deutschlands ihren Ausgang. Sie setzte sich in den folgenden Jahrzehnten für gesellschaftliche Gleichberechtigung, verbesserte Bildung, existenzsichernde Erwerbsarbeit und politische Teilhabereche für Frauen ein.
Um dieses Ereignis und die Frauenbewegungsgeschichte in Leipzig zu würdigen bieten die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und das Stadtgeschichtliche Museum am 16. September zwei Veranstaltungen an, die Sie unabhängig voneinander besuchen können:
Künstlerisch, revolutionär, sportlich – Leipzigs vergessene Frauen
Führung im Stadtgeschichtlichen Museum, 16:30 – 17:30 Uhr
Die großen Männer aus Leipzig und ihre Leistungen sind uns bekannt. Aber was war mit den Frauen der Stadt? Sie waren Musikerinnen, Politikerinnen, Schriftstellerinnen, Sportlerinnen und vieles mehr. Sie haben Leipzig mitgestaltet. In der Ausstellung Moderne Zeiten möchten Lucia Kniep und Mai Ann Nguyen vergessene Geschichten erzählen und bedeutenden Frauen Leipzigs ein Gesicht geben.
Treffpunkt: Altes Rathaus, Kasse 2. OG
Kosten: 3 €
Um Anmeldung wird gebeten: vermittlung.stadtmuseum@leipzig.de
„Alle für Eine – Eine für Alle“
Abendunterhaltung zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins vor 160 Jahren
Abendunterhaltung mit Vortrag, 18:00 – 20:00 Uhr
Der Festvortrag, gehalten von Prof. Dr. Susanne Schötz, beleuchtet die Gründung und die historische Bedeutung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Mit ihm, der stark durch Louise Otto-Peters geprägt war, wurden die ungleichen Teilhaberechte von Frauen in der bürgerlichen Gesellschaft und Möglichkeiten ihrer Überwindung zu einem Thema, das aus der öffentlichen Debatte in Deutschland nicht mehr verschwand.
Im Rahmen des Programms wird außerdem der Kurzfilm „Frauenkonferenz 1865“, animiert von Silke Fischer-Imsieke, zum ersten Mal gezeigt.
Musikalisch wird der Abend von den Musikerinnen Manami Honda und Ayda Agwa gerahmt, die Lieder von Ethel Smyth interpretieren.
Nach dem Vortrag ist es möglich miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder zu diskutieren, welche Herausforderungen aufgrund von gesellschaftlichen Geschlechterrollen uns noch heute prägen.
Veranstaltungsort: Grüner Salon, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Kosten: 6 €, ermäßigt 4 €
Ein Angebot der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Stadtgeschichtlichen Museum, gefördert vom Kulturamt Leipzig und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
Sonntag, 14.09.2025, ab 11:00 Uhr, Hans-Poeche-Straße 7, 04103 Leipzig
Frauenorte sachsen-Tafeleinweihung zu Ehren von Christa Hammer (1924-2019)
Christa Hammer war Inhaberin der Firma Johannes und Christa Hammer- Feinmechanische Apparate Leipzig. Nach dem Tod der Eltern 1943 trat sie 19-jährig deren Erbe an. Nach einer Ausbildung als Feinmechanikerin, Meisterbrief und Studium führte sie das Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich.
Nach kurzer Einführung zum Landesfrauenrat und zum Erinnerungsprojekt (Dr. Jessica Bock, Gerlinde Kämmerer) sowie zum Leben Christa Hammers (Kirsten Lauterwald, hp_sieben e.V.) folgt zum Tag des offenen Denkmals eine Führung durch die denkmalgeschützte Werkstatt der Firma.
Eine Veranstaltung des Landesfrauenrates Sachsen e.V.
Eintritt frei.
Winter adé Dienstag, 02.09.2025, 17 Uhr, Kinobar Prager Frühling
Film-Gespräch Mittwoch, 03.09.2025, 17 Uhr, Frauenkultur Leipzig e.V.
Herzsprung Donnerstag, 04.09.2025, 17 Uhr, Kinobar Prager Frühling
Zwei Filme & Gespräch
Die Regisseurin HELKE MISSELWITZ im Gespräch mit GRIT LEMKE
HELKE MISSELWITZ gehört zu den bedeutendsten Regisseurinnen der DDR und drehte auch nach 1989 wichtige zeitkritische Filme; u.a. 1992 "Herzsprung" zu wachsendem Rechtsextremismus. Im Gespräch mit GRIT LEMKE, Autorin & Regisseurin der nachfolgenden Generation, erzählen sie von ihrem ,,So-Geworden-Sein", den Herausforderungen im männlich dominierten Filmgeschäft, ihren Hoffnungen und dem, was sie als notwendig erachte(te)n in dieser
Zeit.
Warum entstand der Film „Winter adé"? Dazu sagte die Regisseurin 2019: „Das Bild [von Frauen] in den Zeitungen oder im Fernsehen, das war ein völlig anderes als das, was ich wahrgenommen habe. ... Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, die sah ich nicht gespiegel." Bis in die 1980er Jahre hatten im DDR-Filmbetrieb die wichtigen Positionen nur Männer. Helke Misselwitz gelang als einer der wenigen Regisseur:innen die Fortsetzung ihrer Filmarbeit im wiedervereinten Deutschland. Von 1997 bis 2014 lehrte sie als Professorin für Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg. Ihre Spielfilme liefen auf intemationalen Festivals, wurden vielfach prämiert. 2016 erhielt Sie den Ehrenpreis der deutschen Filmkritik. Seit 1991 Mitglied der Akademie der Künste; seit 2018 stellvertretende Direktorin Sektion Film- und Medienkunst.
Das Gespräch wird geführt von GRIT LEMKE; Regisseurin, geb. 1965 in Spremberg; Studium der Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in
Leipzig, 1999 Promotion an der Humboldt-Uni zu Berlin. Seit 1991 arbeitet sie für Filmfestivals, langjährig füt DOK Leipzig — bis 2017 dort Leiterin des Film-
programms. Ihre Arbeiten u.a. 2019„Gundermann Revier", Kinodokumentarfilm, Regie (Gimme Preis Nominierung); 2021 „Kinder von Hoy. Freiheit Glück und Terror", Dokumentarischer Roman (Hans-Fallada-preis); 2024/2023 „Bei uns heißt sie Hanka. Pla nas gronje jej Hanka. Pola nas rěka wona Hanka.", Kinderdokumentarfilm, Regie.
Eintritt nach Selbsteinschätzung
Kooperation von Frauenkultur e.V. Leipzig, Kinobar Prager Frühling, Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Stiftung Friedliche Revolution
Mittwoch, 20.08.2025, 14 Uhr, advita Haus, Neumarkt 51, 01662 Meißen
Einladung des Landesfrauenrats Sachsen
Hiermit laden wir Sie herzlich zu unserer 43. frauenorte sachsen-Tafeleinweihung zu Ehren der Ballonfahrerinnen, Alpinistinnen und Autorinnen Margarete und Elsbeth Große ein:
Margarete (1876-1951) und Elsbeth (1879-1947) Große waren passionierte Bergsteigerinnen und Ballonfahrerinnen. In beiden Bereichen stellten sie Bestleistungen auf und waren anerkannte Größen. Darüber hinaus setzten sie sich konsequent für mehr Frauenrechte in Ausbildungsberufen sowie im Ballon- und Bergsport ein.
Programm:
Wir laden Sie herzlich ein, bei der Einweihung dabei zu sein. Wir beginnen den Nachmittag mit musikalischer Unterhaltung. Im Anschluss daran wird es kurze Redebeiträge geben; es folgt ein Vortrag über das Leben und Wirken der Große-Schwestern in der Stadt Meißen und darüber hinaus. Zum Abschluss erleben wir ein szenisches Spiel des ehemaligen Meißner Frauentheaters, welches die Veranstaltung auf künstlerische Weise abrundet. Nach der feierlichen Enthüllung der Tafel lassen wir den Nachmittag gemeinsam ausklingen.
Kommen Sie vorbei und bringen Sie Ihre Freunde und Familien mit.
Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Eintritt.
Donnerstag, 14.08.2025, 19 Uhr, Louise-Otto-Peters-Archiv / evtl. Garten des Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Vierter Stammtisch der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
An diesem Donnerstag wird nach der Sommerpause das Louise-Otto-Peters-Archiv wieder jeden Donnerstag seine Türen für Besucher*innen öffnen. Das wollen wir in feministischer Gemeinschaft und mit kühlen Getränken im Rahmen des 4. Stammtischs feiern - und über diesen besonderen Ort sprechen: das feministische Archiv zu Louise Otto-Peters, ihren Mitstreiter*innen und zur feministischen Geschichtsschreibung.
An diesem Abend werden wir Fragen klären wie: Was beherbergen Archive? Wie kommen Archivalien ins Archiv? Wie kommt der Stoff aus den Archiven in die Geschichte? Ist Frauengeschichte nicht immer integraler Anteil von Archiven? Oder wieso braucht es feministische Archive? Brauchen wir 2025 noch solche feministischen Archive? Können Archive Widerstand gegen Antifeminismus und Demokratiefeindlichkeit leisten? Und was genau ist eigentlich das Louise-Otto-Peters-Archiv?
Darüber möchten wir mit Euch und Ihnen nachdenken und laden herzlich zu unserem Stammtisch ein. Es werden Aktive aus dem Louise-Otto-Peters-Archiv anwesend sein, die gerne auf Fragen eingehen.
Wir werden uns im Garten des Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig treffen. Bei nassem Wetter werden wir den Tisch wieder im Archiv der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. aufbauen. Um 19 Uhr holen wir Euch/Sie unten im Foyer des Haus des Buches ab. Wenn Ihr/Sie erst später kommen könnt/können, geben Sie uns vorher Bescheid, damit wir eine Lösung finden.
Bringt/bringen Sie etwas Bargeld für die Kasse des Vertrauens mit, um eine kühle Erfrischung (alkoholisch/alkoholfrei) zu kaufen.
Um Anmeldung wird gebeten: nane.pleger@louiseottopeters-gesellschaft.de
Mittwoch, 18.06.2025, 18:00 Uhr, Frauenkultur e.V., Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Warum Frauen Berge besteigen sollten. Eine Reise durch Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner
Auch wenn es die großen Geschichtsbücher häufig nicht erzählen: Alle nicht-männlichen Personen haben auch in der Vergangenheit ihre Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Diese Spuren gilt es aufzudecken, was auch Lebensziel der Historikerin Gerda Lerner war: „[…] zu beweisen, dass Frauen eine Geschichte haben“ Als bahnbrechende feministische Historikerin, Autorin und soziale Reformerin ist Gerda Lerner eine inspirierende Frauenpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Sie musste als Jüdin und Sozialistin 1939 vor den Nazis aus Wien fliehen, setzte ihren Kampf für soziale Gerechtigkeit im Exil in den USA aber unermüdlich fort. Der Film thematisiert das persönliche, berufliche und politische Leben Gerda Lerners. Ausgehend von den revolutionären Errungenschaften der Frauen im 20. Jahrhundert wirft der Film auch einen Blick in die Zukunft und geht der Frage nach: Wo stehen die Frauen heute? Und was ist der nächste Schritt? Die Filmvorführung wird durch eine Einführung zu Gerda Lerners Person und ihrer Arbeit von Nane Pleger begleitet.
Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig
Eintritt: nach Selbsteinschätzung
Samstag, 14.06.2025, 14:00 Uhr, Eingang Westtor, "Städtische Friedhofsverwaltung", Südfriedhof Leipzig
„Seither gehe ich [...] Tag für Tag auf den Friedhof" – Lene Voigt. Lebenswege Leipziger Frauen von 1700 bis 2000
Der Südfriedhof ist ein beeindruckender Ort des Gedenkens und der Erinnerung. Am Fuße des Völkerschlachtdenkmals gelegen, finden Leipziger*innen hier seit fast 140 Jahren ihre letzte Ruhestätte. Darunter befindet sich auch eine Vielzahl von Personen, die Beutendes und Eindrucksvolles in ihrem Leben geleistet haben. Besonders an die Männer unter ihnen wird hier, aber auch an anderen Orten in der Stadt mit Gedenksteinen und -tafeln oder Straßennamen erinnert. An die Frauen, die auch auf dem Friedhof begraben sind und von denen auch einige Großes geschaffen haben, wird weniger erinnert. Wir möchten diese häufig übersehenen Frauen auf dem Friedhof mit einem gemeinsamen Rundgang aufspüren, ihre Lebenswege nachzeichnen und die weibliche Seite Leipzigs von 1700 bis 2000 kennenlernen.
Es werden vier ganz unterschiedliche Frauen vorgestellt: Die Schuldirektorin Anna Catharina Elisabeth Heinicke, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert 30 Jahre lang eine Schule für Menschen mit Behinderung geleitet hat. Die politische Schriftstellerin und sächsische Mundart Lyrikerin Lene Voigt. Die Kunsthistorikerin Hildegard Heyne, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine leitende Funktion im Museum für bildende Künste (MdbK) innehatte. Sowie die Ärztin Lykke Aresin, die durch soziales Engagement in der DDR und der Nachwende Zeit ein beeindruckendes Erbe hinterlassen hat.
Auf welche Widerstände stießen die Frauen in ihrer Zeit? Welche Wege haben sie, trotz alledem, beschritten? Der Friedhofsrundgang möchte bei der Betrachtung der vier Leipzigerinnen über die zeitlichen Unterschiede von knapp drei Jahrhunderten hinweg auch die Gemeinsamkeiten dieser Lebenswege beleuchten.
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Teilnahmeempfehlung: 6 EUR / 4 EUR erm.
Treffpunkt: Eingang Westtor, "Städtische Friedhofsverwaltung", Südfriedhof Leipzig - Hinweis: Das Tor liegt direkt neben dem Gebäude der Städtischen Friedhofsverwaltung (Friedhofsweg 3) und Nähe „Blumen Kaiser".
Ein historischer Friedhofsrundgang von Ida Karste gefördert vom Kulturamt Leipzig.
Donnerstag, 12.06.2025, 19 Uhr, Louise-Otto-Peters-Archiv, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
In feministischer Gemeinschaft und mit kühlen Getränken wollen wir an diesem Juniabend uns mit euch an den 3. Stammtisch im Louise-Otto-Peters-Archiv setzen. Unsere Projektmitarbeiterin vom fem/pulse-Projekt 2025 “Jüdische Emanzipation & Antisemitismus in der 1. Frauenbewegung” wird uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit geben. Das soll Anlass sein, um über die Staubmischung von Antisemitismus und Patriarchat, die auf dem kollektiven Gedächtnis liegt, ins Gespräch zu kommen. Wenn ihr eine Frau aus der Vergangenheit kennt, die dringend von diesem Staub befreit werden muss, könnt ihr gerne eine kleine Vorstellung vorbereiten. Wir freuen uns auf euch und euren Input!
Wir werden uns im Haus des Buches, 1. OG, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, im Archiv der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. treffen. Um 19 Uhr werden wir euch unten im Foyer des Haus des Buches abholen und gemeinsam mit euch zu uns ins Archiv gehen. Wenn ihr erst später kommen könnt, ruft einfach an unter: 0341 58 15 15 22
Bringt etwas Bargeld für die Kasse des Vertrauens mit, um euch eine kühle Erfrischung (alkoholisch/alkhohlfrei) zu kaufen.
Um Anmeldung wird gebeten: nane.pleger@louiseottopeters-gesellschaft.de
Dienstag, 03.06.2025, 16 Uhr, Stadtbüro Leipzig, Burgplatz 1, 04109 Leipzig
Eröffnungsveranstaltung zur Wanderausstellung "Über jede Hürde. Frauen im Sport in Sachsen"
Sachsen ist Sportland. Aber gilt das auch für Frauen? Wie gleichberechtigt konnten sie in der Vergangenheit am Sport teilnehmen und wie ist es heute? Die Ausstellung „Über jede Hürde - Frauen im Sport in Sachsen“ macht auf sechs Aufstellern die Kämpfe und Erfolge von Frauen und Mädchen im Sport in Sachsen seit dem 19. Jahrhundert bis heute sichtbar. Sie will den vielen hiesigen Akteurinnen im Sport in der Öffentlichkeit Raum geben und Frauen im und zum Sport ermutigen. Interaktive Mitmachelemente laden zur Partizipation ein und ermöglichen jeder Altersgruppe, sich auf eine spannende Reise durch die Wechselfälle der weiblichen Sportgeschichte Sachsens zu begeben.
Die Inhalte der Ausstellung umfassen die Frauenturnbewegung des 19. Jahrhunderts, die Turnfeste des 19. und 20. Jahrhunderts, Olympische und Paralympische Spiele, Sportkleidung für Frauen, Frauen im Sport in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Frauen im Sport in der DDR und Transformationszeit sowie Frauen im Sport heute im Breiten- und Leistungssport.
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung mit Grußworten und Sektempfang findet am 03.06.2025 um 16 Uhr im Leipziger Stadtbüro statt.
Ausstellungszeitraum: Die Ausstellung wird bis zum 20.06.2025 in der Zeit Di - Do 13 - 18 Uhr, Fr 13 - 15 Uhr zu sehen sein.
Ein Projekt der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Projekt „Im Sport verein(t) für Demokratie“ vom Landessportbund Sachsen und der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, finanziert vom sächsischen Ministerium für Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.
Dienstag, 27.05.2025, 18:00 Uhr, Frauenkultur e.V., Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig
Frauen organisieren Bildung - Das Selbsthilfe-Prinzip der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert
Abendunterhaltung mit Vortrag & Gespräch mit PD Dr. Astrid Franzke und Dr. Jana Mikota, Moderation: Franziska Deutschmann
Bildung galt für die organisierte Frauenbewegung im 19. Jahrhundert als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Unabhängigkeit von Frauen. Ab 1865 entstehen Frauenbildungsvereine, später werden Lehrerinnenseminare und weitere Interessenverbände gegründet. Hier wurde Bildung praktisch von Frauen für Frauen vermittelt, zum Beispiel in Form von Abendunterhaltungen.
Die Veranstaltung betrachtet die Organisierung im 19. Jahrhundert anhand der Biografie und den Lebensleistungen von zwei Frauen, Auguste Schmidt (1833 – 1902, Leipzig) und Jenny Hirsch (1829 – 1902, Berlin), die beide 1865 an der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins beteiligt waren und dann in unterschiedlichen Vereinen in Leipzig und Berlin gewirkt haben.
Eintritt: 6 €, ermäßigt: 4 €
Eine Veranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. gefördert vom Kulturamt Leipzig und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
Freitag, 16.05.2025, 15:00 – 17:30 Uhr, Nikolaikirchhof/Säule der Demokratie, 04109 Leipzig
Frauenbildung – Bildungsfrauen. Stadtführung mit Gerlinde Kämmerer.
Mit Besuch der Henriette-Goldschmidt-Schule!
Treffpunkt: Nikolaikirchhof/Säule der Demokratie, 04109 Leipzig
Endpunkt: Goldschmidtstraße, 04103 Leipzig.
Teilnahmeempfehlung: 6,00 €, erm. 4,00 €
Gleichberechtigte Bildungschancen für Frauen und Mädchen sind die Basis für ein selbstbestimmtes Leben:
- Wir erinnern an bahnbrechende Bildungsfrauen des 19. und 20. Jahrhunderts: Ottilie von Steyber, Auguste Schmidt, Henriette Goldschmidt, Dr. Käthe Windscheid, Dr. Agnes Gosche, Hedwig Burgheim u.a.m. und an die von ihnen geschaffenen Einrichtungen.
- Thematisiert werden die erfolgreichen Bestrebungen des Frauenbildungsvereins, des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins und des Vereins für Familien- und Volkserziehung.
- Berührt werden einstige Standorte einer Sonntagsschule, der Pflichtfortbildungsschule für Mädchen, des Steyberschen Instituts, des Frauengewerbevereins u.a.m.
Abschließend besuchen wir die Henriette-Goldschmidt-Schule, 1911 als erste Hochschule für Frauen eröffnet, heute Berufsbildungszentrum der Stadt Leipzig, wo uns die Direktorin nach einer Hausführung den Historischen Raum präsentiert.
Anmeldungen an info@lopleipzig.de oder über 0173 5652150 (G. Kämmerer)
Ein Angebot der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. in Koop. mit der Henriette-Goldschmidt-Schule
Donnerstag, 24.04.2025, 19 Uhr, Louise-Otto-Peters-Archiv, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Zweiter Stammtisch der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (Nachholtermin)
Mit dem Stammtisch wollen wir einen Raum schaffen, der sich regelmäßig im Louise-Otto-Peters-Archiv im Haus des Buches für alle Interessierten und Engagierten öffnet, um sich in einer informellen, möglichst barrierearmen Atmosphäre über feministische und demokratische Gedanken und Arbeit auszutauschen, sich zu vernetzen und Ideen gemeinsam zu entwickeln. Wir wollen über das sprechen, wovon wenig erzählt wird: die Geschichte(n) von Frauen* - umgeben von den Büchern unseres Archivs.
Wir werden uns im Haus des Buches, 1. OG, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, im Archiv der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. treffen. Wir kümmern uns um Getränke und werden eine Spendenkasse aufstellen, damit diese auch finanziert werden können. Wir freuen uns auf einen geselligen Austausch!
Bringen Sie außerdem gerne eine Frau* mit, deren Geschichte Ihre persönliche Lebensgeschichte beeinflusst hat.
Donnerstag, 27.03.2025, 16:00 Uhr, Eingang Westtor, “Städtische Friedhofsverwaltung”, Südfriedhof Leipzig
„Seither gehe ich […] Tag für Tag auf den Friedhof“ – Lene Voigt. Lebenswege Leipziger Frauen von 1700 bis 2000
Der Südfriedhof ist ein beeindruckender Ort des Gedenkens und der Erinnerung. Am Fuße des Völkerschlachtdenkmals gelegen, finden Leipziger*innen hier seit fast 140 Jahren ihre letzte Ruhestätte. Darunter befindet sich auch eine Vielzahl von Personen, die Beutendes und Eindrucksvolles in ihrem Leben geleistet haben. Besonders an die Männer unter ihnen wird hier, aber auch an anderen Orten in der Stadt mit Gedenksteinen und -tafeln oder Straßennamen erinnert. An die Frauen, die auch auf dem Friedhof begraben sind und von denen auch einige Großes geschaffen haben, wird weniger erinnert. Wir möchten diese häufig übersehenen Frauen auf dem Friedhof mit einem gemeinsamen Rundgang aufspüren, ihre Lebenswege nachzeichnen und die weibliche Seite Leipzigs von 1700 bis 2000 kennenlernen.
Es werden vier ganz unterschiedliche Frauen vorgestellt: Die Schuldirektorin Anna Catharina Elisabeth Heinicke, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert 30 Jahre lang eine Schule für Menschen mit Behinderung geleitet hat. Die politische Schriftstellerin und sächsische Mundart Lyrikerin Lene Voigt. Die Kunsthistorikerin Hildegard Heyne, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine leitende Funktion im Museum für bildende Künste (MdbK) innehatte. Sowie die Ärztin Lykke Aresin, die durch soziales Engagement in der DDR und der Nachwende Zeit ein beeindruckendes Erbe hinterlassen hat.
Auf welche Widerstände stießen die Frauen in ihrer Zeit? Welche Wege haben sie, trotz alledem, beschritten? Der Friedhofsrundgang möchte bei der Betrachtung der vier Leipzigerinnen über die zeitlichen Unterschiede von knapp drei Jahrhunderten hinweg auch die Gemeinsamkeiten dieser Lebenswege beleuchten.
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Teilnahmeempfehlung: 6 EUR / 4 EUR erm.
Treffpunkt: Eingang Westtor, “Städtische Friedhofsverwaltung”, Südfriedhof Leipzig - Hinweis: Das Tor liegt direkt neben dem Gebäude der Städtischen Friedhofsverwaltung (Friedhofsweg 3) und Nähe „Blumen Kaiser“.
Ein historischer Friedhofsrundgang von Ida Karste gefördert vom Kulturamt Leipzig.
Mittwoch, 26. März 2025, 14:45 Uhr, Louise-Otto-Peters-Platz im Rosental, Leipzig
206. Geburtstag von Louise Otto-Peters
Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden! Es gibt noch genügend Platz für weitere Blumenspenden!
Mittwoch, 19.03.2025, 17 Uhr, am „Neubau“ des Henriette-Goldschmidt-Hauses, Friedrich-Ebert-Straße 16, 04109 Leipzig
„Was hätte dieser Ort sein können?“ – Gedenkveranstaltung und Kundgebung zur Erinnerung an das vor 25 Jahren abgerissene Henriette-Goldschmidt-Haus mit Kerzen und Redebeiträgen
Am Wochenende des 18./19. März 2000 wurde das in der Friedrich-Ebert-Straße 16 befindliche Henriette-Goldschmidt-Haus trotz eines siebenjährigen Protests abgerissen. In dem Haus hatte die Frauenrechtlerin Henriette Goldschmidt bis zu ihrem Tod gelebt und dort einen Kindergarten sowie eine Ausbildungsstätte für Erzieherinnen eingerichtet. Nach ihrem Tod wurde es Teil einer Sammelstiftung, die der Stadt Leipzig zum Zweck der Frauenbildung übergeben wurde.
1993 wird im Zuge von Nutzungsüberlegungen bekannt, dass die Stadt das Haus nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten veräußert hat. Die nächsten Jahre werden unterschiedliche Vereine und Bündnisse in Leipzig und über Leipzig hinaus aktiv, organisieren Protest und möchten das Haus zurückkaufen und für feministische Vereine nutzen. Im Jahr 2000 scheitern sie mit diesem Anliegen. Das Haus wird abgerissen.
Das Henriette-Goldschmidt-Haus symbolisierte einerseits die Emanzipationsbestrebungen der ersten Frauenbewegung in Leipzig und war gleichzeitig ein Ort jüdischer Geschichte. Sein Abriss ist bis heute ein großer Verlust für die Stadtgeschichte Leipzigs.
Wir möchten anlässlich des 25. Jahrestages des Abrisses am 19. März um 17 Uhr am Neubau zusammenkommen und an das verlorene Erbe eines feministischen Ortes für Leipzig erinnern. Dazu laden wir alle damaligen Akteur:innen und heutige Interessierte ein.
Bildnachweise: Louise-Otto-Peters-Archiv, Nachlass Johanna Ludwig, V.4.5-07_139_2, V.4.5-07_238
Donnerstag, 13.03.2025, im Lapidarium des Alten Johannisfriedhofes
Kranzniederlegung am Grabstein von Louise-Otto-Peters anlässlich ihres 130. Todestages
Im Beisein einiger Vereinsmitglieder fand anlässlich des 130. Todestages eine Kranzniederlegung und Gedenken an das Leben und Wirken Louise Otto-Peters' an ihrem Findling im Lapidarium des Alten Johannisfriedhofes in Leipzig statt.
Im Vorfeld wurde die jährliche Grabsteinpflege und das Pflanzen von Frühblühern durch unser Mitglied Dr. Siegrid Weber vorgenommen.
In der Todesanzeige des ADF vom 15.03.1895 schreibt der Vorstand im Auftrage von Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt:
"In Ehrfurcht und tiefster Dankbarkeit werden die Mitglieder des Vereins immerdar des unvergleichlichen Wirkens der theuren Verstorbenen gedenken, welche ihre hohen Gaben in den Dienst des weiblichen Geschlechts stellte und für dessen Recht auf Bildung und Erwerb erfolgreich kämpfte [...] In ihr verliert die deutsche Frauenwelt die älteste und eigentliche Führerin der deutschen Frauenbewegung."
Donnerstag, 06.03.2025, 18:00 Uhr, Literaturcafé, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
„Und ich will selber mein Schicksal sein“ (Elsa Asenijeff)
Leipziger Dichterinnen in Geschichte und Gegenwart
Lesung der historischen Texte: Sibylle Kuhne (Schauspielerin). Anschließend lesen drei Lyrikerinnen der Gegenwart - Angela Krauß, Anja Kampmann und Lara Rüter – aus ihren Werken.
Moderation: Ulrike Diez, Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. / Gerlinde Kämmerer, LOPG e.V.
Musikalische Begleitung: Brunhild Fischer (Querflöte)
Eintritt: 8,00/5,00 €
Eine Veranstaltung von Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V., GEDOK Mitteldeutschland e.V., Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Literaturhaus Leipzig e.V. zum Internationalen Frauentag
https://www.literaturhaus-leipzig.de/programm.php?dateCal=2025-3-6
Gefördert von Kulturamt und Referat für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Leipzig
Mittwoch, 12.02.2025, Henriette-Goldschmidt-Schule, Goldschmidtstraße 20, 04103 Leipzig
Erster Projekttag „Facetten von Gerechtigkeit“ der Henriette-Goldschmidt-Schule
Susanne Bierlmeier, Gerlinde Kämmerer und Nane Pleger von der LOPG gehen mit interessierten Schüler*innen auf Frauengeschichte bezogene Stadttouren.
Kooperationsveranstaltung mit der Henriette-Goldschmidt-Schule.
Donnerstag, 06.02.2025, 17:00 -19:00 Uhr, im Louise-Otto-Peters-Archiv, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Offenes Archiv für Mitglieder und Ehrenamtliche, Einladung zum Austausch
Am Donnerstag, den 06.02.2025 laden wir ab 17 Uhr Mitglieder und Ehrenamtliche ein das Archiv zu besuchen und bei Kaffee, Tee und Gebäck nett beisammen zu sitzen.
Sprechen möchten wir dieses Mal über die Planungen des Vereins zum 8. März und zu dem sich zum 25. mal jährenden Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses am 18./19. März.
Eine Anmeldung ist nicht nötig, kommen Sie einfach vorbei, wir freuen uns
Mittwoch, 05.02.2025, im Louise-Otto-Peters-Archiv, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Archivführung
Ehrenamtliche Führung durch das Louise-Otto-Peters-Archiv für Germanistik-Student*innen der Universität Leipzig im Rahmen einer Seminarveranstaltung der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft.
Dienstag, 04.02.2025, 11:00 Uhr, Windscheidstraße 35, Leipzig-Connewitz
Einweihung der Gedenktafel für Jutta Hipp (1925-2003), Jazzpianistin und Künstlerin, zum 100. Geburtstag
Eine Veranstaltung des Kulturamtes Leipzig
v. links: Ute Hellriegel (Künstlerin), Gerlinde Kämmerer (Projektleiterin Frauen online-Portal), Tobias Kobe (amt. Leiter Kulturamt Leipzig).
Donnerstag, 23.01.2025 19 Uhr, Louise-Otto-Peters-Archiv, Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Erster Stammtisch der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
Mit dem Stammtisch wollen wir einen Raum schaffen, der sich regelmäßig im Louise-Otto-Peters-Archiv im Haus des Buches für alle Interessierten und Engagierten öffnet, um sich in einer informellen, möglichst barrierearmen Atmosphäre über feministische und demokratische Gedanken und Arbeit auszutauschen, sich zu vernetzen und Ideen gemeinsam zu entwickeln. Wir wollen über das sprechen, wovon wenig erzählt wird: die Geschichte(n) von Frauen* - umgeben von den Büchern unseres Archivs.
Wir werden uns im Haus des Buches, 1. OG, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig, im Archiv der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. treffen. Wir kümmern uns um Getränke und wrden eine Spendenkasse aufstellen, damit diese auch finanziert werden können. Wir freuen uns auf einen geselligen Austausch!
Um Anmeldung bei nane.pleger@louiseottopeters-gesellschaft.de wird gebeten



































