Waltraut Hering

* 07.04.1932 – † 13.12.2025

 

Am 13. 12. 2025 verstarb für uns unerwartet das langjährige Mitglied der Louise Otto-Peters-Gesellschaft e. V. Waltraut Hering.

Bereits seit 1992 im Ruhestand, erfuhr sie im März 1993 aus einer Anzeige in der Leipziger Volkszeitung von der Gründung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V.
Durch ihre Berufstätigkeit an der Pädagogischen Fachschule für Kindergärtnerinnen „Henriette Goldschmidt“ kannte sie das Wirken von Henriette Goldschmidt und deren Einsatz in der Frauenbewegung. Zu dieser Zeit war ihr Louise Otto-Peters lediglich durch den Film „Nur eine Frau“ nach dem Roman von Hedda Zinner bekannt, jedoch nicht als Schriftstellerin.
Sie suchte den Kontakt zur neu gegründeten Gesellschaft und trat am 10. 06. 1993 ein. Sie wurde Vorstandsmitglied, diese Funktion führte sie von 1993 bis 2002 aus. Sie übernahm sofort die Buchführung und Abrechnung. Das war sehr aufwändig, alles musste manuell durchgeführt werden, ohne jede Technik. Den ersten Computer erhielt die Gesellschaft im Jahr 2000.

Zur Buchführung gehörten viele Aufgaben u. a.

- Erfassen der Finanzen der Gesellschaft
- Projekte organisieren und abrechnen
- Beiträge von Mitgliedern erfassen
- Kostenabrechnung von Referenten bei Veranstaltungen der Gesellschaft, dazu gehörten    
  Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Speisekosten
- ab 1997 Archivabrechnung

Neben der Buchführung brachte sie sich auch bei der Planung, Organisation und Durchführung der Louise-Otto-Peters-Tage, Gruppenfahrten, Ausstellungen und vieles mehr ein.
Waltraut Hering war stets bereit, Aufgaben zu übernehmen, nie war ihr etwas zu viel.
Privat war sie eingebettet in eine wunderbare Familie, von der sie mit großer Liebe und Stolz sprach, besonders von ihren Enkeln und Urenkeln.

Wir verlieren in ihr ein kluges und von allen sehr geschätztes Mitglied unserer Gesellschaft und ich eine Freundin.

-Barbara Kunze

Die großartige Generation der Gründerinnen und Gründer unseres Vereines verlässt uns nach und nach.  Als Vertreterin dieser Generation bleibt Waltraud Hering, diese kleine, ruhige und sehr bescheidene Frau, in meiner Erinnerung als eine derjenigen, die mit ihrer mühe- und verdienstvollen Arbeit nicht nur den Verein ins Leben riefen und eine fruchtbare Basis für seine erfolgreiche Existenz im Laufe von mehr als dreißig Jahren legten, sondern vielen Frauen und auch Männern geholfen haben, die schwierigste Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs zu überstehen. 

— Dr. Irina Hundt