30. Friedrich-Ebert-Straße 16 (ehem. Weststraße 16). Henriette-Goldschmidt-Haus. Der 1871 von Henriette Goldschmidt gegründete VfFV erwarb dieses Gebäude 1889 mit Spenden vorwiegend jüdischer Bürger. Es beherbergte u. a. das Seminar für Kindergärtnerinnen und das Lyzeum für Damen und ab 1902 die Wohnung Henriette Goldschmidts. Nach deren Tod - die Grabstätte befindet sich außerhalb des Stadtkerns auf dem alten jüdischen Friedhof Berliner Straße - und der Auflösung des Vereins wurde das Gebäude in die 1916 zum Zwecke der Frauenbildung errichtete Henri-Hinrichsen-Stiftung aufgenommen und von der Stadt Leipzig treuhänderisch verwaltet. Trotz massiver Proteste erfolgte am 18. März 2000 der Abriß des denkmalsgeschützten Hauses für eine Straßenerweiterung.

31. Dittrichring 13/15 Ecke Gottschedstraße (Neubau, ehem. An der Pleiße 4), Centralhalle. In deren Festsaal sprach Auguste Schmidt beim Schillerfest im November 1886 zum lyrischen Element in Schillers Dramen. Sie war die erste Frau, die der Schillerverein zu einem Festvortrag einlud.